Eine VHDX-Datei ist eine virtuelle Festplatte: Sie liegt als Datei auf einem physischen Speichermedium und kann Partitionen, Dateisysteme und viele weitere Dateien enthalten. Windows kann eine geeignete VHDX als Datenträger einbinden. Das bedeutet aber nicht, dass jede VHDX unabhängig geöffnet oder gefahrlos verändert werden darf. Gehört sie zu einer laufenden virtuellen Maschine, nutzen Sie zunächst das dokumentierte Sicherungsverfahren des Betreibers. Bei einem Verlust müssen Sie unterscheiden: Fehlt die VHDX selbst oder ist die Datei vorhanden, aber ihr Inhalt nicht zugänglich?
Eine Datei auf dem Host, mehrere Inhalte darin
Stellen Sie sich ein Projektlaufwerk in einem virtuellen Computer vor. Seine Ordner können innerhalb einer VHDX liegen, während die VHDX als einzelne Datei auf dem physischen Host gespeichert ist. Ein gelöschtes Dokument innerhalb des virtuellen Laufwerks ist nicht dasselbe wie eine vom Host gelöschte VHDX. Beide Fälle haben unterschiedliche Speicherorte und Sicherungen. Findet eine Suche die äußere Datei wieder, bestätigt das noch nicht die Vollständigkeit jedes Dokuments darin.
VHDX ist ein Disk-Abbild und kein gewöhnliches Textdokument. Es kann mit virtuellen Maschinen, etwa unter Hyper-V, verwendet oder für geeignete Aufgaben in Windows eingebunden werden. Mehrere Partitionen können darin liegen. Ein Volume hat möglicherweise keinen Laufwerksbuchstaben, verwendet ein unbekanntes Dateisystem oder ist verschlüsselt. Die Dateigröße auf dem Host entspricht außerdem nicht zwingend dem freien Nutzplatz innerhalb des virtuellen Datenträgers. Halten Sie äußere Datei und innere Volumes bei der Diagnose auseinander.
Microsoft beschreibt in seiner Anleitung zu virtuellen Datenträgern, wie sich VHD- und VHDX-Dateien in der Datenträgerverwaltung erstellen, einbinden und trennen lassen. Das Trennen macht den virtuellen Datenträger nicht verfügbar, löscht aber nicht automatisch die Abbilddatei. Die Anleitung setzt eine passende Windows-Konfiguration und Berechtigung voraus. Ein beschädigtes Abbild, ein verschlüsseltes Volume ohne Schlüssel oder eine unvollständige Prüfpunktkette muss deshalb nicht erfolgreich geöffnet werden können.
Vor dem Einbinden die richtige Kopie auswählen
Ist die Datei noch mit einer laufenden virtuellen Maschine verbunden, kopieren oder binden Sie sie nicht wie ein geschlossenes Dokument ein. Nutzen Sie das unterstützte Herunterfahren und Sicherungsverfahren der Plattform oder lassen Sie eine konsistente Sicherung durch die zuständige Administration erstellen. Eine Kopie während laufender Schreibvorgänge kann inkonsistent sein. Manche virtuellen Maschinen verwenden Prüfpunkte oder differenzierende Datenträger, die von übergeordneten Dateien abhängen. Das isolierte Verschieben eines Elements kann diese Beziehung unterbrechen.
Steht eine überprüfte Sicherung zur Verfügung und ist die virtuelle Maschine ausgeschaltet, erstellen Sie für die Untersuchung eine Arbeitskopie auf einem anderen gesunden Gerät. Bewahren Sie Original sowie zugehörige übergeordnete Dateien und Prüfpunkte auf. Notieren Sie Pfade, Größen und Änderungszeiten, ohne Dateien umzubenennen. Ein großes Abbild benötigt ausreichend Zielplatz; das Dateisystem des Ziels kann Größenbeschränkungen haben. Bei wiederholten Lesefehlern oder Verbindungsabbrüchen des physischen Quellgeräts stoppen Sie das Kopieren.
Ein Verschlüsselungsschlüssel gehört in Ihren üblichen sicheren Verwaltungsweg, nicht in eine öffentliche Notiz. Initialisieren oder formatieren Sie ein unbekanntes Volume nicht, nur damit Windows eine Anzeige liefert. Auch Reparaturbefehle können in das virtuelle Abbild schreiben. Bei unklarer Prüfpunkthistorie oder unersetzlichen Daten ist die zuständige Fachperson für Virtualisierung oder Datenrettung ein besserer erster Kontakt als eine Reihe geratener Reparaturen.
Die VHDX selbst ist verschwunden: Auf dem Host suchen
Prüfen Sie den Hostordner, in dem die virtuelle Maschine oder Sicherung das Abbild ursprünglich abgelegt hat. Sehen Sie im Papierkorb, im Sicherungskatalog, auf externen Backups und in einer freigegebenen Cloud-Historie nach. Eine Konfiguration kann weiterhin auf einen Pfad zeigen, obwohl die Datei verschoben wurde. Vergleichen Sie Namen und Daten mit den Unterlagen des Betreibers. Binden Sie keine ältere Datei an eine produktive Maschine, nur weil ihr Name vertraut klingt. Eine fehlende VHDX und eine vorhandene, aber nicht einbindbare Datei sind verschiedene Fälle.
Wurde die VHDX auf einem stabilen lokalen Windows-Speicher gelöscht, kann Drecov den ursprünglichen physischen Speicherort im schreibgeschützten Wiederherstellungsmodus durchsuchen. Quick Scan, Deep Scan und verfügbare Filter helfen beim Auffinden möglicher Dateien. Die Drecov-Dokumentation führt VHDX als unterstützten Dateityp auf; das garantiert weder die Vollständigkeit eines großen Abbilds noch dessen spätere Einbindung. Drecov ist kein Werkzeug zur Reparatur des internen Dateisystems, stellt keine Prüfpunkte automatisch wieder her und behebt keine Hardwaredefekte. Weitere lokale Verlustfälle behandelt die Dateiwiederherstellung.
⚠ Achtung: Installieren Sie Drecov auf einem anderen Laufwerk als dem, auf dem die Daten verloren gingen, um ein Überschreiben zu vermeiden.
Schritt 1: den physischen Quellspeicher wählen
Stoppen Sie Schreibvorgänge auf der Hostpartition, auf der die VHDX lag. Bereiten Sie ein anderes gesundes Gerät mit genügend Platz für Abbild und benötigte Begleitdateien vor. Installieren Sie die Rettungssoftware nicht auf der Quellpartition. Öffnen Sie Drecov in einer funktionierenden Windows-Umgebung und wählen Sie den ursprünglichen stabilen physischen Speicherort. Klickt oder verschwindet das Gerät wiederholt oder meldet es schwere Lesefehler, stoppen Sie direkte Scans. Ein Abbild oder professionelle Hilfe hat dann Vorrang.

Schritt 2: Abbild und zugehörige Kandidaten finden
Beginnen Sie mit Quick Scan. Suchen Sie nach VHDX-Name, Erweiterung, früherem Ordner, Größe und Datum, soweit diese Informationen vorliegen. Fehlt der Treffer und bleibt die Quelle stabil, verwenden Sie Deep Scan. Suchen Sie auch nach benötigten übergeordneten oder Prüfpunktdateien. Gehen Sie nicht davon aus, dass der Scan deren Beziehung automatisch rekonstruiert. Eine VHDX muss keine sinnvolle Vorschau bieten. Passender Name oder Größe allein beweisen keine intakte innere Struktur.

Schritt 3: getrennt retten und eine Kopie prüfen
Speichern Sie Kandidaten auf dem separaten gesunden Gerät, niemals auf der Quelle. Prüfen Sie „Drecov Folder“ oder „Recovery Folder“, falls die Ausgabe nicht am erwarteten Ort liegt. Bewahren Sie die gerettete Datei auf und erstellen Sie vor einem Einbindungsversuch eine Arbeitskopie. Lassen Sie nötigenfalls Prüfpunkthierarchie und Schlüssel durch den Betreiber prüfen. Ein erfolgreiches Einbinden ist ein gutes Zeichen. Öffnen Sie zusätzlich repräsentative Inhalte und vergleichen Sie sie mit bekannten Sicherungen, bevor Sie an einer produktiven Maschine etwas ersetzen.

⚠ Achtung: Installieren Sie Drecov auf einem anderen Laufwerk als dem, auf dem die Daten verloren gingen, um ein Überschreiben zu vermeiden.
Eine vertrauenswürdige Arbeitskopie einbinden
Für ein unabhängiges Abbild, das keine virtuelle Maschine gerade verwendet, kann die Windows-Datenträgerverwaltung eine VHDX bei passenden Berechtigungen einbinden. Öffnen Sie die Datenträgerverwaltung und wählen Sie „Aktion“ > „Virtuelle Festplatte anfügen“. Suchen Sie die Arbeitskopie. Bietet der Dialog „Schreibgeschützt“ an, wählen Sie diese Option vor der Bestätigung. Dadurch werden gewöhnliche Schreibzugriffe über die eingebundene Ansicht verhindert. Das repariert keine beschädigte Struktur und ersetzt die Originalkopie nicht.
Fehlt eine schreibgeschützte Option oder ist die Abhängigkeit zu Prüfpunkten unklar, brechen Sie ab und fragen Sie die Administration. Nach dem Einbinden suchen Sie den neu angezeigten virtuellen Datenträger. Vergleichen Sie Kapazität und Zeitpunkt mit Ihrer Arbeitskopie. Erscheint ein lesbares Volume mit Buchstaben, öffnen Sie einige erwartete Dateien und kopieren benötigte Inhalte auf ein anderes gesundes Ziel. Brechen Sie eine Aufforderung zur Initialisierung oder Formatierung ab, solange die Daten wichtig sind. Ein leeres neues Volume wäre kein Nachweis für gerettete Inhalte.
Schließen Sie anschließend Programme, die das eingebundene Volume verwenden. Klicken Sie in der Datenträgerverwaltung auf den zugehörigen virtuellen Datenträger und wählen Sie „Virtuelle Festplatte trennen“. Lesen Sie den Dialog genau: Trennen und Löschen der Abbilddatei sind unterschiedliche Handlungen. Bewahren Sie Original und Arbeitskopie bis zur Prüfung Ihrer benötigten Dateien auf. Ist das virtuelle Gerät nicht eindeutig zu erkennen, ändern oder trennen Sie keinen physischen Datenträger auf Verdacht.
Die Datei ist da, aber der Inhalt fehlt
Das Abbild lässt sich nicht einbinden
Notieren Sie die genaue Meldung und prüfen Sie, ob eine virtuelle Maschine die Datei bereits verwendet. Vergleichen Sie Arbeitskopie, Pfad und abgeschlossenen Kopiervorgang. Eine unterbrochene Übertragung kann einen vertrauten Namen mit unvollständigem Inhalt hinterlassen. Größe und Datum einer bekannten Sicherung sind nützliche Hinweise, beweisen aber allein keine Integrität. Bei Prüfpunkten oder übergeordneten Dateien gilt das dokumentierte Verfahren des Betreibers. Ersetzen Sie kein Element der Kette durch eine unpassende Datei.
Der virtuelle Datenträger erscheint, ein Volume bleibt unzugänglich
Notieren Sie, ob Windows eine Partition, ein Dateisystem oder eine Initialisierungsaufforderung zeigt. Brechen Sie Format- und Initialisierungsdialoge ab, solange die Daten wichtig sind. Verschlüsselung, ein vom Host nicht lesbares Dateisystem oder beschädigte Strukturen können unterschiedliche Ursachen sein. Die Meldung allein entscheidet nicht zwischen ihnen. Klären Sie das vorgesehene Gastsystem und den Schlüssel mit dem Betreiber. Die Rettung der äußeren VHDX ist nicht automatisch eine Reparatur des inneren Dateisystems.
Ein einzelnes Dokument fehlt in einem lesbaren Abbild
Prüfen Sie zunächst die Sicherung, Versionshistorie oder den Papierkorb des Gastsystems, sofern ein sicherer Zugriff möglich ist. Lassen Sie das Abbild schreibgeschützt und stellen Sie eine Sicherung an einem getrennten Ort wieder her. Ob ein konkretes Rettungswerkzeug ein eingebundenes virtuelles Volume untersuchen kann, hängt von seiner unterstützten Umgebung ab. Bewahren Sie die Abbildkopie auf und fragen Sie Hersteller oder Administration, bevor Sie innere Strukturen verändern.
Eine Sicherung so anlegen, dass sie später nutzbar ist
Ein brauchbares Backup besteht aus mehr als einem Dateinamen. Halten Sie virtuelle Maschine, Abbildpfad, abhängige übergeordnete Dateien und relevante Konfiguration fest. Nutzen Sie das unterstützte Sicherungsverfahren der Plattform, statt eine gerade verwendete Abbilddatei ohne Abstimmung zu kopieren. Lagern Sie die Sicherung getrennt vom Hostgerät und schützen Sie Verschlüsselungsschlüssel nach Ihren Vorgaben. Eine zweite Datei auf demselben ausfallenden Laufwerk ist keine unabhängige Sicherung.
Prüfen Sie eine Wiederherstellung gelegentlich in einer geeigneten isolierten Testumgebung. Kontrollieren Sie das erwartete Volume und einige repräsentative Dateien, ohne eine ältere Kopie an eine produktive Maschine zu hängen. Lag eine gelöschte lokale VHDX zunächst im Host-Papierkorb, beschreibt die Seite zur Papierkorbwiederherstellung diesen einfacheren Weg. Wird der USB-Speicher mit der einzigen Sicherung unlesbar, brechen Sie Formatierungsangebote ab; die USB-Datenrettung behandelt diesen Verlustfall.
Fazit
Eine VHDX-Datei ist ein virtueller Datenträger innerhalb einer Datei auf einem anderen Gerät. Klären Sie, ob das äußere Abbild fehlt oder innere Inhalte unzugänglich sind, und schützen Sie Original sowie Abhängigkeiten. Eine vertrauenswürdige Arbeitskopie lässt sich bei geeigneter Umgebung schreibgeschützt einbinden. Wurde die VHDX selbst von stabilem lokalem Speicher gelöscht, kann Drecov am ursprünglichen physischen Ort nach Kandidaten suchen. Prüfen Sie Abbild und repräsentative Inhalte, bevor Sie eine produktive Maschine ändern.
⚠ Achtung: Installieren Sie Drecov auf einem anderen Laufwerk als dem, auf dem die Daten verloren gingen, um ein Überschreiben zu vermeiden.








