Um eine AutoCAD-Datei wiederherzustellen, muss zuerst das Verlustereignis bestimmt werden. Nach einem Absturz können Drawing Recovery Manager oder eine SV$-Autosave-Datei helfen. Eine manuelle Speicherung hinterlässt häufig eine BAK-Version neben der DWG. Löschung, Überschreiben und Dateibeschädigung benötigen dagegen andere Wege. Kopieren Sie den gesamten Projektordner und alle Kandidaten, bevor Sie Erweiterungen ändern oder Dateien öffnen.
Der letzte Vorgang bestimmt die beste AutoCAD-Quelle
Eine AutoCAD-Datei lässt sich nur sinnvoll wiederherstellen, wenn klar ist, was passiert ist. Nach einem Absturz kann der Drawing Recovery Manager eine aktuelle DWG oder Autosave-Fassung zeigen. Nach einer manuellen Speicherung liegt häufig eine BAK neben der Zeichnung. Wurde der Projektordner gelöscht, helfen diese Pfade nur, wenn ihre Dateien noch vorhanden sind; dann beginnt der lokale Datenverlustzweig.
Projektordner vor jedem Öffnungsversuch kopieren
Kopieren Sie DWG, BAK, SV$, temporäre Dateien und Unterordner auf ein anderes Laufwerk. Öffnen oder benennen Sie nur Duplikate um. AutoCAD kann beim Öffnen Wiederherstellungs- oder Speicheraktionen auslösen. Die ursprünglichen Artefakte bleiben deshalb unverändert, bis eine verwendbare Zeichnung bestätigt wurde.
| Artefakt | Typische Entstehung | Sichere Verwendung | Grenze |
|---|---|---|---|
| DWG | Manuelles Speichern | Kopie öffnen und visuell prüfen | Kann bereits beschädigt oder überschrieben sein |
| BAK | Vorherige manuell gespeicherte Fassung | Kopie an anderem Ort in DWG umbenennen | Enthält nicht zwingend die letzten Minuten |
| SV$ | Automatische Speicherung | Kopie anhand Zeit und Größe auswählen | Ordner und Intervall hängen von den Optionen ab |
| Recovery-Manager-Eintrag | Erkannter Programmabsturz | Alle angebotenen Generationen sichern | Fehlt nach normalem Schließen oder Löschung |
| AC$ oder Temp-Datei | Temporärer Arbeitsprozess | Unverändert archivieren und vorsichtig prüfen | Keine garantierte vollständige Zeichnung |
BAK und SV$ ohne Überschreiben auswerten
Eine BAK-Kopie kontrolliert umbenennen
Die BAK liegt normalerweise neben der zugehörigen DWG und repräsentiert eine frühere gespeicherte Generation. Kopieren Sie sie in einen Testordner und ändern Sie nur dort die Endung zu DWG. Vergleichen Sie Dateigröße und Änderungszeit mit Plot-PDFs, Übergaben oder bekannten Projektständen. Ein erfolgreiches Öffnen beweist noch nicht, dass alle externen Referenzen vorhanden sind.
Den Autosave-Pfad aus AutoCAD ableiten
Der Speicherort für SV$ wird in den AutoCAD-Optionen festgelegt und kann vom Windows-Temp-Ordner abweichen. Suchen Sie nach Dateien aus dem relevanten Zeitfenster. Kopieren Sie einen Kandidaten, geben Sie ihm die Endung DWG und öffnen Sie diese Kopie. Mehrere SV$-Dateien werden einzeln beschriftet; sie dürfen nicht übereinander gespeichert werden.
Drawing Recovery Manager als Auswahlhilfe nutzen
Erweitern Sie den Eintrag für die betroffene Zeichnung und sichern Sie jede angebotene Version außerhalb des Projektordners. Öffnen Sie zunächst die plausibelste Fassung und speichern sie unter neuem Namen. Bleibt der Manager leer, ist das kein Beweis für endgültigen Verlust. Prüfen Sie BAK, Autosave-Pfad, Windows-Versionen und Sicherungen.
Eine geöffnete Zeichnung als vollständiges Projekt prüfen
AutoCAD-Projekte bestehen oft nicht nur aus einer DWG. Xrefs, Rasterbilder, Schriftarten, Plotstile, Sheet Sets und Datenverknüpfungen beeinflussen die Ausgabe. Notieren Sie fehlende Referenzen, bevor Pfade neu zugeordnet werden. Kopieren Sie passende Begleitdateien aus derselben Projektgeneration; mischen Sie nicht automatisch aktuelle Xrefs mit einer älteren Hauptzeichnung.
RECOVER und AUDIT nur an einer Arbeitskopie
Der Befehl RECOVER untersucht eine vorhandene Zeichnung und versucht lesbare Daten zu öffnen. AUDIT prüft Fehler in einer bereits geöffneten Datei. Beide ersetzen keine Wiederherstellung einer gelöschten DWG und können Inhalte verändern. Bewahren Sie daher eine unveränderte Kopie des Kandidaten auf und protokollieren Sie, welche Meldungen oder entfernten Objekte AutoCAD anzeigt.
Modell, Layout und Ausgabe getrennt vergleichen
Kontrollieren Sie Modellbereich, Papierbereiche, Layerzustände, Blöcke, Einheiten und Ansichtsfenster. Laden Sie Xrefs einzeln und prüfen Sie deren Pfade. Erzeugen Sie aus der Testfassung einen Plot und vergleichen Sie ihn mit einer früheren PDF oder Papierausgabe. Erst wenn Geometrie und Ausgabe plausibel sind, wird die Zeichnung zur neuen Arbeitsfassung.
Für CAD-Projekte helfen ergänzende Hinweise zu Versionen, Abbildern und gelöschten Quelldateien: PandaOffice Drecov, überschriebene Dateien und Versionsquellen prüfen, eine VHD-Kopie sicher einbinden, eine frühere Dokumentversion wiederherstellen. Autodesks Angaben zu Autosave und Zeichnungswiederherstellung stehen in die offizielle Dokumentation zum beschriebenen Vorgang.
Überschreiben, Löschen und beschädigte DWG auseinanderhalten
Nach einem Überschreiben zuerst Versionsquellen suchen
Wurde eine korrekte DWG unter demselben Namen ersetzt, existiert die frühere Dateistruktur nicht mehr als normale Datei. Prüfen Sie BAK, AutoCAD-Sicherungen, Windows-Dateiversionsverlauf, Cloud-Versionen und Projektarchive. Speichern Sie die neue Datei nicht erneut am gleichen Ort. Datenwiederherstellung kann überschriebene Bereiche nicht versprechen; eine vorhandene Version ist meist die belastbarere Quelle.
Nach einer Löschung Schreibvorgänge am Projektlaufwerk stoppen
Prüfen Sie Papierkorb und Backup, ohne neue CAD-Dateien auf dem Quelllaufwerk anzulegen. Lag der Projektordner auf einer SSD, können TRIM und weitere Schreibvorgänge die Chance verringern. Installieren Sie Wiederherstellungssoftware nicht auf dieser Partition. Bei einer verschwundenen Partition wird weder initialisiert noch formatiert, bevor benötigte Projekte gesichert sind.
Eine vorhandene, aber unlesbare DWG separat behandeln
Eine beschädigte Datei ist nicht dasselbe wie eine gelöschte Datei. Erstellen Sie eine bitgenaue Kopie und testen Sie AutoCAD RECOVER daran. Öffnet die Zeichnung teilweise, exportieren Sie lesbare Geometrie in eine neue Arbeitsdatei und protokollieren fehlende Objekte. Wiederherstellungssoftware repariert die interne DWG-Struktur nicht; sie kann lediglich eine andere oder ältere Dateigeneration finden.
Projektabhängigkeiten anhand der Quelle ordnen
Erstellen Sie eine Liste aus Xref-Namen, relativen oder absoluten Pfaden, Bildern, Schriften und Plotstilen. Ordnen Sie jede Begleitdatei derselben Sicherungs- oder Wiederherstellungsgeneration zu. Wenn eine Xref neuer als die Hauptzeichnung ist, testen Sie beide plausible Kombinationen getrennt. Überschreiben Sie keine Referenz, nur weil AutoCAD einen Suchpfad anbietet.
Den wiederhergestellten Stand dokumentieren
Vergeben Sie einen neuen Projektnamen und halten Sie Quelle, Dateidatum, verwendete BAK- oder SV$-Generation sowie ausgeführte Prüfungen fest. Speichern Sie eine unveränderte gerettete Kopie, eine geprüfte Arbeitsfassung und einen Plotvergleich. Ein eTransmit-Paket kann anschließend die bestätigten Referenzen sammeln, ersetzt aber nicht das Archiv der ursprünglichen Wiederherstellung.
⚠ Achtung: Installieren Sie Drecov auf einem anderen Laufwerk als dem, auf dem die Daten verloren gingen, um ein Überschreiben zu vermeiden.
Fachspezifische Inhalte vor der Freigabe kontrollieren
Prüfen Sie Zeichnungseinheiten und einen bekannten Referenzabstand. Eine DWG kann vollständig erscheinen und dennoch mit falscher Skalierung importiert worden sein. Kontrollieren Sie außerdem Koordinatensystem, Einfügepunkt und Nordrichtung, wenn das Projekt georeferenziert ist. Vergleichen Sie Layerfilter, gesperrte Layer und Ansichtsfenster, damit ausgeblendete Geometrie nicht als verloren gilt.
Proxy-Objekte aus vertikalen AutoCAD-Produkten benötigen möglicherweise den passenden Object Enabler oder die ursprüngliche Anwendung. Installieren Sie nur Komponenten aus einer offiziellen Quelle. Das bloße Anzeigen eines Proxy-Rahmens bestätigt den fachlichen Inhalt nicht. Prüfen Sie bei Civil-, Architecture- oder Plant-Projekten die zugehörigen Datenbanken und Referenzordner.
Bei Zeichnungen mit Datenverknüpfungen werden Tabellenwerte und Quelle getrennt verglichen. Aktualisieren Sie keine Verbindung, bevor die eingebetteten oder zuletzt gespeicherten Werte dokumentiert sind. Öffnen Sie anschließend mehrere Layouts, plotten Sie repräsentative Blätter und lassen Sie eine zweite Person kritische Maße oder Bauteile gegen eine bekannte Ausgabe prüfen.
Wann Drecov neben BAK und SV$ sinnvoll ist
Drawing Recovery Manager, BAK und SV$ haben Vorrang, wenn AutoCAD noch Wiederherstellungsartefakte besitzt. Fehlt dagegen der gesamte lokale Projektordner oder wurde eine DWG gelöscht, kann Drecov den stabilen Windows-Datenträger schreibgeschützt untersuchen. Neben Dokumenten findet die Software auch Archive, Bilder und andere Projektbestandteile; Lost Partition Recovery ist passend, wenn nicht nur Dateien, sondern die frühere Partition fehlt.
Eine gefundene DWG ist noch keine reparierte Zeichnung. Drecov ersetzt weder AutoCAD RECOVER noch AUDIT und kann physische Schäden nicht beheben. Bei einer auffälligen Projektplatte muss deshalb zuerst ein Abbild entstehen, statt sie mehrfach direkt zu scannen.
⚠ Achtung: Installieren Sie Drecov auf einem anderen Laufwerk als dem, auf dem die Daten verloren gingen, um ein Überschreiben zu vermeiden.
Gelöschte Zeichnung und Referenzen zusammen retten
Step 1: In Drecov die ursprüngliche Projektquelle bestimmen
Öffnen Sie Drecov und wählen Sie das Laufwerk mit dem früheren DWG-Ordner. Liegt der Verlust auf einer verschwundenen Partition, wechseln Sie zu Lost Partition Recovery. Installation und Wiederherstellungsziel müssen außerhalb dieser Quelle liegen.

Step 2: Quick Scan nach Projektnamen und CAD-Endungen prüfen
Filtern Sie nach DWG, BAK, SV$, Projektname, Pfad und Änderungszeit. Markieren Sie auch Xrefs, Bilder, Schriften, Plotstile und Sheet-Set-Dateien aus demselben Zeitraum.

Step 3: Deep Scan nur für eine stabile Projektplatte ergänzen
Findet die erste Suche nicht die passende Generation, darf Deep Scan folgen, sofern Kapazität und Verbindung konstant bleiben. Geräusche, Einfrieren oder Abmeldungen sind Stoppsignale.

Step 4: Kandidaten in eine neue Projektablage ausgeben
Verwenden Sie Vorschau und Größenvergleich zur Vorauswahl. Retten Sie mehrere DWG-Generationen und ihre Begleitdateien auf ein gesundes Laufwerk; schreiben Sie nichts in die alte Ordnerstruktur zurück.
Step 5: Wiederhergestellte Zeichnungen nur als Duplikate öffnen
Kontrollieren Sie Drecov Folder oder Recovery Folder, wenn der Zielordner leer wirkt. Starten Sie AutoCAD anschließend mit einer Kopie, vergleichen Sie Modell- und Papierbereich sowie Xrefs und führen Sie RECOVER oder AUDIT niemals am einzigen geretteten Exemplar aus.
Zeichnung technisch und visuell prüfen
Eine wiedergefundene DWG gilt erst nach Geometrie-, Xref- und Plotkontrolle als verwendbare Projektfassung. Kontrollieren Sie Modell, Layouts, Xrefs, Schriften, Plotstile, Einheiten und eine repräsentative Ausgabe in AutoCAD. Bewahren Sie jede gerettete DWG zunächst unverändert auf und erzeugen Sie für AutoCAD-Prüfungen ein gesondertes Duplikat.
Nach Abstürzen sind Autosave und Projektversionen entscheidend; bei Laufwerksproblemen benötigt das CAD-Archiv zusätzlich eine getrennte, überprüfte Gerätekopie. Archivieren Sie datierte DWG-Generationen zusammen mit Referenzen und Plot-PDFs auf einem getrennten Speichersystem. Ein Testplot samt neu geladenen Xrefs zeigt, ob das CAD-Backup als Projekt und nicht nur als einzelne DWG funktioniert.
Die DWG als Projekt und nicht als Einzeldatei bewerten
Referenzen systematisch wieder zuordnen
Öffnen Sie die gerettete Zeichnung zuerst in einer isolierten Kopie des Projektordners. Notieren Sie fehlende Xrefs, Rasterbilder, Schriften, Plotstile und Datenverknüpfungen. Nutzen Sie keine globale Pfadersetzung, bevor klar ist, welche Referenz zu welcher Zeichnungsversion gehört. Ein relativ gespeicherter Xref-Pfad kann nach dem Verschieben korrekt sein, während ein absoluter Pfad auf einen alten Arbeitsplatz verweist.
Geometrie und Ausgabe getrennt verifizieren
Kontrollieren Sie Modellbereich, Layouts, Ansichtsfenster, Layerzustände, Blöcke und Einheiten. Vergleichen Sie anschließend einen Testplot mit einer vorhandenen PDF oder Papierausgabe. AUDIT und PURGE verändern die Datei und laufen daher nur an einem Duplikat. Wenn AutoCAD beim Öffnen eine Reparatur anbietet, behalten Sie sowohl die unbearbeitete gerettete DWG als auch die reparierte Testfassung. So bleibt eine Rückkehr möglich, falls Objekte entfernt wurden.
Bei umfangreichen Projekten wird außerdem ein eTransmit-Paket aus der geprüften Arbeitskopie erstellt. Es sammelt referenzierte Dateien für die Übergabe, ersetzt aber nicht die unangetastete gerettete Quelle. Vergleichen Sie das Paket mit der Projektliste, bevor es archiviert wird.
Halten Sie abschließend AutoCAD-Version, verwendetes Branchenprodukt und installierte Object Enabler fest. Diese Angaben erleichtern später die Unterscheidung zwischen fehlender Softwareunterstützung und einem tatsächlichen Zeichnungsfehler.
Die DWG als Projekt und nicht als Einzeldatei bewerten
Referenzen systematisch wieder zuordnen
Öffnen Sie die gerettete Zeichnung zuerst in einer isolierten Kopie des Projektordners. Notieren Sie fehlende Xrefs, Rasterbilder, Schriften, Plotstile und Datenverknüpfungen. Nutzen Sie keine globale Pfadersetzung, bevor klar ist, welche Referenz zu welcher Zeichnungsversion gehört. Ein relativ gespeicherter Xref-Pfad kann nach dem Verschieben korrekt sein, während ein absoluter Pfad auf einen alten Arbeitsplatz verweist.
Geometrie und Ausgabe getrennt verifizieren
Kontrollieren Sie Modellbereich, Layouts, Ansichtsfenster, Layerzustände, Blöcke und Einheiten. Vergleichen Sie anschließend einen Testplot mit einer vorhandenen PDF oder Papierausgabe. AUDIT und PURGE verändern die Datei und laufen daher nur an einem Duplikat. Wenn AutoCAD beim Öffnen eine Reparatur anbietet, behalten Sie sowohl die unbearbeitete gerettete DWG als auch die reparierte Testfassung. So bleibt eine Rückkehr möglich, falls Objekte entfernt wurden.
Fazit
Um eine AutoCAD-Datei wiederherzustellen, muss zuerst das Verlustereignis bestimmt werden. Wählen Sie anhand von Änderungszeit, Dateigröße, Geometrie und Plotvergleich, bevor ein Projektpfad oder eine Referenz ersetzt wird. Fehlen DWG und Projektordner auf einem stabil erkannten Windows-Datenträger, kann Drecov nach früheren CAD-Dateien und zugehörigen Assets suchen. Geben Sie gefundene Projektgenerationen auf ein zweites Laufwerk aus und führen Sie RECOVER oder AUDIT nur an einer Arbeitskopie aus.
⚠ Achtung: Installieren Sie Drecov auf einem anderen Laufwerk als dem, auf dem die Daten verloren gingen, um ein Überschreiben zu vermeiden.








