Bei „the disc structure is corrupted and unreadable“ kann Windows Teile der Dateisystemstruktur nicht zuverlässig lesen. Die Meldung sagt noch nicht, ob nur logische Verwaltungsdaten beschädigt sind oder das Laufwerk selbst ausfällt. Formatieren Sie deshalb nicht sofort. Prüfen Sie zunächst, ob das Gerät stabil verbunden bleibt und mit der erwarteten Kapazität erscheint. Falls sich noch Ordner öffnen lassen, kopieren Sie die wichtigsten Dateien auf ein anderes gesundes Laufwerk. Ein klickender oder ständig verschwindender Datenträger braucht dagegen eine andere Vorgehensweise.
Was die Meldung tatsächlich aussagt
Microsoft führt den Wortlaut „The disk structure is corrupted and unreadable“ als Systemfehler 1393. Die Schreibweise mit „disk“ ist die übliche Windows-Variante; Suchanfragen verwenden oft „disc“. Beide beziehen sich hier auf dieselbe Störung. Der Code beschreibt, dass Windows eine benötigte Struktur nicht lesen kann. Er ist kein vollständiger Gesundheitsbericht und verrät nicht, ob ein Kabel, eine beschädigte Verzeichnisstruktur oder ein physischer Lesefehler dahintersteht.
Notieren Sie, wann genau der Hinweis erscheint. Scheitert nur ein bestimmter Ordner, während andere Dateien geöffnet werden? Tritt er beim Kopieren einer großen Datei auf? Verweigert bereits das Stammverzeichnis den Zugriff? Diese Unterschiede bestimmen, ob zuerst lesbare Dateien kopiert, eine Sicherung gesucht oder der Zustand des gesamten Laufwerks beurteilt werden muss. Ein fehlender Zugriff im Explorer bedeutet nicht automatisch, dass alle Daten gelöscht wurden.
Verwechseln Sie die Meldung nicht mit der Aufforderung zur Formatierung oder einem nicht erkannten Dateisystem. Die Symptome können zusammen auftreten, beschreiben aber unterschiedliche Beobachtungen. Auch eine in der Datenträgerverwaltung als „Fehlerfrei“ angezeigte Partition garantiert nicht, dass jedes Verzeichnis lesbar ist. Windows zeigt dort eine Momentaufnahme des Layouts, keine erfolgreiche Prüfung Ihrer Fotos oder Dokumente.
Entscheidend ist, ob das Laufwerk stabil bleibt
Bei einem externen Datenträger kontrollieren Sie Stromversorgung, Kabel und Anschluss. Verwenden Sie nach Möglichkeit einmal einen bekannten funktionierenden Port ohne schwachen USB-Hub. Taucht danach die erwartete Kapazität auf und bleibt das Gerät verbunden, können Sie vorsichtig weiterarbeiten. Verschwindet es erneut, zeigt plötzlich null Byte oder klickt wiederholt, beenden Sie normale Scans. Mehrfaches Einschalten kann einem mechanisch geschwächten Laufwerk zusätzlich schaden.
Ein internes Laufwerk sollte in der Firmware konsistent erkannt werden. Falls Windows nicht startet, vergleichen Sie die dort angezeigte Modellbezeichnung und Kapazität mit den bekannten Daten. Öffnen Sie einen Laptop nicht allein aufgrund einer allgemeinen Internetanleitung. Controller-Einstellungen oder Anschlüsse unterscheiden sich je nach Gerät. Wenn die Firmware das Laufwerk nur gelegentlich sieht, geht es zuerst um eine Hardwarebewertung, nicht um CHKDSK.
Disk Management beziehungsweise die Datenträgerverwaltung eignet sich zur Beobachtung. Öffnen Sie sie über das Startmenü und prüfen Sie, ob physisches Gerät, Partition und Größe erkennbar sind. Lehnen Sie „Initialisieren“ oder „Formatieren“ ab, wenn auf dem Datenträger benötigte Dateien liegen. Diese Dialoge lösen das Risiko nicht. Sie ändern Informationen auf der Quelle, bevor Sie wissen, ob die bisherigen Daten noch ausgelesen werden können.
Bei auffälligen E/A-Fehlern hilft die gesonderte Erklärung zum E/A-Gerätefehler, physische Lesestörungen von einem isolierten Verzeichnisproblem zu unterscheiden. Läuft eine externe Festplatte nur extrem langsam, dokumentieren Sie die Verzögerung statt stundenlang dieselbe Kopieraktion zu wiederholen. Ein professionelles, kontrolliertes Abbild kann bei wertvollen Daten sinnvoller sein als ein weiterer vollständiger Oberflächenscan.
Was Sie von noch lesbaren Ordnern retten können
Öffnen sich einige Verzeichnisse, beginnen Sie mit unersetzlichen Dateien ohne verifizierte zweite Kopie. Kopieren Sie kleine Dokumente zuerst auf ein anderes gesundes Laufwerk. Prüfen Sie anschließend mehrere Dateien direkt vom Zielgerät. Ein abgeschlossener Fortschrittsbalken beweist nicht, dass jedes Bild und jedes Archiv vollständig ist. Wenn ein Ordner die Kopie immer wieder blockiert, notieren Sie den genauen Pfad. Wiederholen Sie nicht blind den gesamten Vorgang.
Sehen Sie auch in vorhandenen Backups nach. Eine Cloud-Synchronisierung ist nicht automatisch eine historische Sicherung: Fehlerhafte oder gelöschte Dateien können ebenfalls synchronisiert worden sein. Vergleichen Sie Dateigrößen, Zeitstempel und eine Stichprobe geöffneter Inhalte. Bewahren Sie die verdächtige Quelle unverändert auf, bis die wichtigen Daten tatsächlich an anderer Stelle zugänglich sind. Das gilt besonders, wenn eine Reparatur später Dateinamen oder Verzeichnisbeziehungen ändern könnte.
Falls das Laufwerk nur teilweise lesbar bleibt, entscheiden Sie nach Wert der Daten und Stabilität. Für ersetzbare Dateien kann eine begrenzte eigene Sicherung genügen. Bei einmaligen Projekten, Fotos oder Geschäftsdaten sind wiederholte lange Leseversuche riskant. Eine Fachstelle kann beurteilen, ob zuerst ein Abbild unter kontrollierten Bedingungen angefertigt werden sollte. Das ist keine Erfolgsgarantie, aber eine nachvollziehbare Grenze für Selbstversuche.
Drecov bei stabilen, aber unzugänglichen Dateien einsetzen
Drecov dient unter Windows zur Datenrettung, wenn ein Laufwerk erkannt wird und stabil gelesen werden kann. Quick Scan sucht zunächst im ursprünglichen Bereich. Deep Scan kann weitere Kandidaten finden, wenn die erste Suche nicht reicht. Filter und Vorschau helfen, die richtigen Dokumente, Fotos oder Archive zu identifizieren. Die Ergebnisse gehören auf einen anderen gesunden Datenträger, damit die Quelle nicht überschrieben wird. Für diesen Fall beschreibt die Festplatten-Datenrettung die Dateisuche, nicht eine Reparatur des Dateisystems.
Das Programm kann weder einen defekten Schreib-Lesekopf noch eine Stromversorgung oder einen beschädigten Flash-Controller reparieren. Bei Klickgeräuschen, häufigen Verbindungsabbrüchen oder falscher Kapazität brechen Sie Software-Scans ab. Auch eine Vorschau bedeutet nur, dass diese konkrete Probe lesbar erscheint. Sie bestätigt nicht jedes Blatt eines Dokuments oder jede Sekunde eines Videos.
Stellen Sie vor dem Start ein zweites Laufwerk mit ausreichend Platz bereit. Installieren Sie Drecov nicht auf der betroffenen Partition. Wenn Windows wegen des Systemlaufwerks nicht mehr startet, benötigen Sie zuerst eine funktionierende Windows-Umgebung und sicheren Zugriff auf die Quelle, beispielsweise über einen geeigneten anderen PC. Erzwingen Sie keinen Start durch wiederholte Reparaturbefehle auf einer instabilen Platte.
⚠ Achtung: Installieren Sie Drecov auf einem anderen Laufwerk als dem, auf dem die Daten verloren gingen, um ein Überschreiben zu vermeiden.
Schritt 1: Originalgerät auswählen
Öffnen Sie Drecov und wählen Sie das erkannte Laufwerk oder die ursprüngliche Partition mit den fehlenden Dateien. Vergleichen Sie Kapazität und Anschluss. Scannen Sie nicht versehentlich die neue, leere Zielfestplatte. Bei einer nur teilweise zugänglichen Partition geht es um deren früheren Speicherort, nicht um irgendeinen Laufwerksbuchstaben.

Schritt 2: Quick Scan ausführen
Suchen Sie nach bekannten Ordnern, Dateitypen und Namen. Bleibt der Datenträger währenddessen verbunden, beurteilen Sie die ersten Ergebnisse. Bei neuen Lesefehlern oder Aussetzern halten Sie an. Ein unvollständiger Scan ist kein Anlass, eine wacklige Festplatte stundenlang weiterlaufen zu lassen.

Schritt 3: Nur bei Stabilität Deep Scan erwägen
Wenn die wichtigsten Dateien im ersten Durchgang fehlen, kann eine gründlichere Suche zusätzliche Kandidaten liefern. Sie belastet das Gerät jedoch stärker und repariert keine Hardware. Beobachten Sie das Verhalten. Bei Instabilität lassen Sie eine kontrollierte Sicherung der Quelle prüfen.

Schritt 4: Ergebnisse filtern und Beispiele ansehen
Grenzen Sie die Liste nach Typ, früherem Pfad und möglichst Namen ein. Schauen Sie mehrere repräsentative Dateien in der Vorschau an. Vergleichen Sie Inhalte mit Backups. Eine gut lesbare Titelseite macht ein langes Dokument nicht automatisch vollständig.
Schritt 5: Anderswo speichern und wirklich öffnen
Stellen Sie ausgewählte Dateien auf einem anderen gesunden Laufwerk wieder her. Fehlen sie im erwarteten Zielordner, sehen Sie dort in Drecov Folder oder Recovery Folder nach. Öffnen Sie Stichproben, prüfen Sie Inhalt und Größe, und behalten Sie die ursprüngliche Quelle bis zum Abschluss der Prüfung. Erst danach ist eine Dateisystemreparatur überhaupt zu erwägen.
⚠ Achtung: Installieren Sie Drecov auf einem anderen Laufwerk als dem, auf dem die Daten verloren gingen, um ein Überschreiben zu vermeiden.
Reparatur erst nach geprüfter Sicherung
CHKDSK kann Verwaltungsstrukturen ändern. Je nach Befund kann das nützlich sein, aber eine Reparatur schreibt auf den betroffenen Datenträger und kann Zuordnungen verändern. Beginnen Sie damit nicht, solange die einzige Kopie wichtiger Dateien dort liegt. Formatieren und Initialisieren sind noch weitreichender; sie sind keine Diagnosewerkzeuge für diesen Fehler. Bei einem mechanisch auffälligen Laufwerk löst keine dieser Maßnahmen die physische Ursache.
Wenn alle wichtigen Daten an anderer Stelle geprüft sind und das Gerät stabil bleibt, können Sie eine auf den konkreten Befund zugeschnittene Reparatur planen. Halten Sie fest, welches Volume betroffen ist und welche Ausgabe Windows liefert. Ein Reparaturversuch sollte ein Ziel haben: beispielsweise erneut lesbare Verzeichnisse. Tritt der Fehler danach beim nächsten Öffnen wieder auf, testen Sie nicht endlos dieselbe Methode. Bewerten Sie die Zuverlässigkeit des Datenträgers neu.
Für ein Laufwerk, das wiederholt ungewöhnlich langsam wird, lohnt auch die Abgrenzung zum Thema langsame externe Festplatte. Ein stabiler Zugriff heute sagt wenig über morgen aus, wenn Kabel oder Hardware weiter aussetzen. Nutzen Sie eine reparierte Festplatte nicht sofort wieder als einzigen Speicherort der geretteten Daten. Ein unabhängiges Backup ist die bessere Erfolgskontrolle.
Fragen zum Fehler 1393
Kann ich einfach auf „Formatieren“ klicken?
Nicht, solange Sie Dateien benötigen. Das Angebot bedeutet nur, dass Windows den aktuellen Zugriff nicht herstellen konnte.
Heißt die Meldung, dass alle Daten gelöscht sind?
Nein. Sie beschreibt eine unlesbare Struktur. Einzelne Dateien können noch kopierbar oder wiederherstellbar sein.
Ist ein anderes USB-Kabel einen Versuch wert?
Ja, einmal bei einem externen Laufwerk, wenn die Verbindung fraglich ist. Wiederholtes Einschalten einer klickenden Platte ist etwas anderes.
Warum nicht sofort CHKDSK?
Der Befehl kann Strukturen schreiben. Ohne geprüfte Sicherung kann das die spätere Datenrettung erschweren.
Wann sollte ich Software-Scans stoppen?
Bei Klickgeräuschen, Abbrüchen, falscher Kapazität oder schweren Lesefehlern. Dann ist eine professionelle Zustandsbewertung wichtiger.
Fazit
„The disc structure is corrupted and unreadable“ ist ein Warnsignal, aber noch keine eindeutige Diagnose. Prüfen Sie Verbindung und Stabilität, sichern Sie alles Lesbare auf einem anderen Laufwerk und lassen Sie ein instabiles Gerät in Ruhe. Ist die Quelle stabil, kann Drecov fehlende Dateien suchen, in der Vorschau prüfen und getrennt wiederherstellen. Erst mit verifizierten Kopien sollten Sie über CHKDSK oder andere Änderungen am Dateisystem entscheiden.
⚠ Achtung: Installieren Sie Drecov auf einem anderen Laufwerk als dem, auf dem die Daten verloren gingen, um ein Überschreiben zu vermeiden.








